Historie des BIBA

Inzwischen kann das BIBA auf gut 35 abwechslungs- und erfolgreiche Jahre zurückblicken. Mit seinen teils unkonventionellen Ideen konnte es sich bereits früh einen festen Platz in der wissenschaftlichen Gemeinschaft sichern und diesen bis heute bestätigen und ausbauen. Die heutigen BIBA-Forschungen sind geprägt von seiner integrativen, prozessorientierten Sicht auf Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Betrieb entlang der ganzen Wertschöpfungskette in Verbindung mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien.

Möglich wurde und wird der Erfolg des BIBA einerseits durch die enge Verknüpfung mit dem Fachbereich Produktionstechnik – Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Universität Bremen. Andererseits gründet der Erfolg von Beginn an in steten Selbstreflexionen und zukunftsweisenden Reaktionen auf neue technische Entwicklungen, dem Erkennen neuer Potenziale und den visionären Ideen der BIBA-Forscherinnen und -Forscher sowie deren Mut, auch ungewöhnliche Wege zu beschreiten.

Unter dem Fokus, stets beste Rahmenbedingungen für die BIBA-Forschungen zu schaffen, erfolgten immer wieder Neuorientierungen, Erweiterungen und Umstrukturierungen des Institutes. Unten finden Sie eine Auswahl an Meilensteinen, die die BIBA-Geschichte geprägt haben.

Weitere, spannende Details auch zum BIBA liefert auch die Broschüre „25 Jahre Produktionstechnik an der Universität Bremen“ (2008):

Sehr lebendige Einblicke mit zahlreichen Zeitzeugeninterviews und Ausschnitten aus den Berichterstattungen und Forschungsdokumentationen zum Fachbereich Produktionstechnik inklusive BIBA bietet zudem der 30-minütige Film „FB4 Retrospektive“ (2017).

Weitere Links:
Pressemitteilung des BIBA vom 9.6.2011: „BIBA: vor 30 Jahren mit Weitblick von Visionären gegründet
Dazugehörige Fotos aus der BIBA-Geschichte

Meilensteine der BIBA-Geschichte

1971die Universität Bremen wird gegründet
1974die Kommission "Planung eines ingenieurwissenschaftlichen Bereiches Produktionstechnik" (PKT) an der Universität Bremen wird ins Leben gerufen
1978die Kommission "Planung eines ingenieurwissenschaftlichen Bereiches Produktionstechnik" (PKT) legt ihr Konzept “Planung eines ingenieurwissenschaftlichen Bereiches Produktionstechnik an der Universität Bremen“ vor; Arbeitstitel ist „Blaumann-Papier“ – wegen der allgemein blauen Arbeitskleidung von Technikern
1980im Dezember 1980 wird der „Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen e. V.“ (VFwF e. V.) gegründet – als Basis für die Gründung des BIBA als erstes An-Institut der Universität Bremen
1981am 1. Juli 1981 erfolgt die offizielle Aufnahme des Geschäftsbetriebes/Gründung des BIBA als erstes An-Institut der Universität Bremen vom “Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen e. V." (VFwF e. V.); Leiter des BIBA ist Prof. Dr.-Ing. Holger Luczak, und seine ersten Räume hat das Institut im Betriebshofgebäude der Universität Bremen
1982September: Einrichtung des Fachbereichs Produktionswissenschaft („Produktionstechnik – Maschinenbau und Produktionstechnik“) an der Universität Bremen mit Studienbeginn im Wintersemester 1983/84
1983Prof. Dr.-Ing. Holger Luczak scheidet aus dem BIBA aus
1984Prof. Dr.-Ing. Bernd E. Hirsch übernimmt die BIBA-Leitung;
Neuorientierung des Instituts in Richtung regionaler Technologietransfer und internationale F&E-Projekte; am 28.9.1984 wird auf dem Campus der Universität Bremen das Gebäude „Ingenieurwissenschaften 1“ (IW1), das erste für den Fachbereich Produktionstechnik eingeweiht; später bezieht das BIBA auch dort Räume
1985Nach Eröffnung des „Bremer Informations- und Technologiezentrums“ (BITZ) im neuen Technologiepark an der Universität Bremen bezieht das BIBA dort weitere Räume
1986die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nimmt die Universität Bremen als Mitglied auf
1990im Juni 1990 erfolgt die Grundsteinlegung für eigenes BIBA-Gebäude
1991am 15. März 1991, knapp 10 Jahre nach BIBA-Gründung, hängt der Richtkranz über dem BIBA-Gebäude
1992am 7.10.1992 wird das BIBA-Gebäude auf dem Campus der Universität Bremen eigeweiht; entworfen von dem Kölner Stararchitekten Oswald Mathias Ungers, wird es 1994 mit dem Preis des Bundes Deutscher Architekten BDA im Lande Bremen ausgezeichnet und zählt zu den „bedeutenden Bremer Bauwerken“
1994Prof. Dr.-Ing. Franz J. Heeg (Forschungsbereich „Arbeitswissenschaft, Technische Betriebsführung, Organisation und Personalentwicklung“ (ATOP)) tritt in die in Institutsleitung ein
1995Umstrukturierung des Instituts in acht Forschungsbereiche und das „Produktions-Integrations-Zentrum“ (PIZ)
1998Professor Dr.-Ing. Gert Goch (Forschungsbereich „Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft“ (MAQ)) tritt in die BIBA-Institutsleitung ein; Erweiterung und Umstrukturierung des Instituts – es besteht nun aus den vier Forschungsbereichen „Produktentwicklung, Prozessplanung und Computerunterstützung" (PPC), „Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft“ (MAQ), „Produktionsstrukturen, Logistik und Telematik“ (PLT) und „Arbeitswissenschaft, Technische Betriebsführung, Organisation und Personalentwicklung“ (ATOP) sowie dem „Produktions-Integrations-Zentrum“ (PIZ)
1999Prof. Dr.-Ing. Dieter H. Müller (Forschungsbereich "Produktentwicklung, Prozessplanung und Computerunterstützung" (PPC)) tritt in die BIBA-Institutsleitung ein
2000im November 2000 tritt Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter in BIBA-Institutsleitung ein;
Erweiterung des Institutes durch Gründung des fünften BIBA-Forschungsbereichs „Intelligente Produktions- und Logistiksysteme“ (IPS)
2002das BIBA wird einer der ersten Partner der neuen Patentverwertungsagentur im Land Bremen, der "InnoWi", die ihm neue Möglichkeiten zur Verwertung von F&E-Ergebnissen bietet (ein Teil des Erlöses aus der Versteigerung der UMTS-Lizenzen 2000 investiert der Bund in die „Verwertungsoffensive“, und es werden bundesweit Patenverwertungsagenturen eingerichtet – im Land Bremen 2001 mit Wirkungsgrad und Reichweite in der Nordwestregion Deutschlands die „InnoWi“)
2003im März 2003 scheidet Prof. Dr.-Ing. Bernd E. Hirsch (Forschungsbereich „Produktionsstrukturen, Logistik und Telematik“ (PLT)) aus dem BIBA aus (Ruhestand);
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Toben tritt in die Institutsleitung ein und übernimmt den Bereich PLT;
im November 2003 beschließt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Errichtung des Sonderforschungsbereiches "Selbststeuerung logistischer Prozesse" (SFB 637) an der Universität Bremen; es ist der siebte SFB an der Universität Bremen, die Initiative dafür kam aus dem BIBA (Prof. Dr.-Ing Bernd Scholz-Reiter), und das BIBA ist an den Forschungen beteiligt; die Ideen gelten als visionär und später zeigt sich: Sie sind eine maßgebliche Grundlage für die „Industrie-4.0-Entwicklungen", und die Bremer Forschungen liefern wesentliche Impulse dafür
2004der Forschungsbereich „Produktionsstrukturen, Logistik und Telematik“ (PLT) wird zum Bereich „Informations- und kommunikationstechnische Anwendungen in der Produktion” (IKAP)
2005nach einer weiteren Umstrukturierung besteht das BIBA jetzt aus den vier Forschungsbereichen „Intelligente Produktions- und Logistiksysteme“ (IPS), „Informations- und kommunikationstechnische Anwendungen in der Produktion” (IKAP), „Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft“ (MAQ) und „Produktentwicklung, Prozessplanung und Computerunterstützung" (PPC)
2006im Februar 2006 scheidet Prof. Dr.-Ing. Franz J. Heeg (Forschungsbereich „Arbeitswissenschaft, Technische Betriebsführung, Organisation und Personalentwicklung“ (ATOP)) aus dem BIBA aus und übernimmt das neue Uni-Institut „Arbeitswissenschaftliches Institut Bremen“ (aib)
2007im April 2007 scheidet Prof. Dieter H. Müller (Forschungsbereich „Produktentwicklung, Prozessplanung und Computerunterstützung" (PPC)) aus dem BIBA aus (Ruhestand);
im November 2007 scheidet Prof. Dr.-Ing. Gert Goch (Forschungsbereich „Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft“ (MAQ)) aus dem BIBA aus und übernimmt das neue Uni-Institut „Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft“ (BIMAQ);
Ausgründung des BIBA in eine gemeinnützige Gesellschaft „BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH“ – das BIBA besteht nun aus den Forschungsbereichen „Intelligente Produktions- und Logistiksysteme“ (IPS) und „Informations- und kommunikationstechnische Anwendungen in der Produktion” (IKAP)
2009das BIBA wird im bundesweiten Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet – für seinen einen „innovativen Ansatz zur Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen“
2012im August 2012 tritt Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Dieter Thoben in die BIBA-Institutsleitung ein und übernimmt den Forschungsbereich „Informations- und kommunikationstechnische Anwendungen in der Produktion” (IKAP); im September tritt Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter (Forschungsbereich „Intelligente Produktions- und Logistiksysteme“ (IPS)) sein neues Amt als Rektor der Universität Bremen an
2014im Oktober 2014 tritt Prof. Dr.-Ing. Michael Freitag in die Institutsleitung des BIBA ein und übernimmt den Forschungsbereich „Intelligente Produktions- und Logistiksysteme“ (IPS)


Termine:
Digitalisierung in Unternehmen
28. September 2017, Bremen
34. Deutscher Logistik-Kongress
25.- 27. Oktober 2017, Berlin
Schulung „Mit uns digital!“
20. November 2017, Bremen
LDIC 2018
20. - 22. Februar 2018, Bremen

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